Gestern also hatte ich meine Kijkoperatie. Morgens, vor der Fahrt in die Klinik, habe ich brav meine Schmerzmittel genommen. In der Klinik habe ich noch mal zwei Paracetamol bekommen.
Ich wollte für die OP eine Spinalanästhesie. Die Anästhesistin brauchte drei Versuche um einen Wirbel zu finden, in den sie reinkam. Ist sicher auch nicht so einfach, die Wirbel bei mir sind ja auch etwas verdreht durch die Skoliose. Aber buh, das tat weh. Ich hatte schon mal eine Spinalanästhesie während einer Geburt, ich kann mich nicht erinnern, dass das so weh tat. Aber ich bin ja eine Frau, also nicht jammern.
Wir haben uns dann noch ein paar Minuten unterhalten und dann gings in den OP. Soweit so üblich.
Nachdem sie mich auf den OP-Tisch gehievt haben, wurde getestet ob meine Beine denn schon schlafen. Das Linke schlief tief und fest. Nichts mehr gespürt, kein kalt, nur das Gefühl von einem dickem Klumpen Fleisch. Das Rechte aber, das unters Messer sollte, war quicklebendig. Ich habe nicht nur kalt gespürt, ich konnte das Bein komplett bewegen. Es fühlte sich nur ein bisschen taub an.
“Dann beginnen wir mal, wenn es nicht geht, können wir immer noch die Vollnarkose geben.” Wie jetzt? (leichte Panik stieg in mir auf, den Spruch find ich noch nicht mal beim Zahnarzt lustig). Ich merkte an, dass das linke Bein komplett weg ist, also tatsächlich ein Unterschied zu spüren ist. “Dann operieren wir halt das linke.” Ha ha! Na ja, dann eben die Vollnarkose.
Kurz danach werde ich wieder geweckt – nicht allein bildlich gesprochen, die OP dauerte nur 10 Minuten. Aufgrund der Spinalanästhesie dauerte es eine Weile bis mein linkes Bein wieder ansprechbar war. Insgesamt war ich 5 Stunden in der Klinik.
Ja, und die Hauptsache! Eigentlich dürfte ich keine Schmerzen gehabt haben. Der Meniskus, innen wie aussen, in Ordnung. Gelenke in Ordnung. Der Arzt hat nur ein bisschen Knorpel unter der Kniescheibe glatt gehobelt. Ich hoffe, das wars.
Uebrigens habe ich alles auf DVD bekommen.
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